Patenschaften

Eltern, die mit ihren Kindern in einfachen Unterkünften am Rand von lärmenden Großstädten in Entwicklungsländern leben, stehen oft täglich vor der sich immer wieder stellenden Frage, ob sie ihr Kind an diesem Tag in die Schule schicken sollen oder nicht. Nein, es geht nicht darum, dem Kind die Möglichkeit einzuräumen, sich einen schönen Tag zu machen, länger zu schlafen, fernzusehen oder zu spielen. Es geht oft um einen Beitrag des Kindes zum Lebensunterhalt der Familie. Kinder können Dienste gegen Entgelt wie Schuhe putzen, Lasten tragen, Waren an Straßenkreuzungen an Fahrzeuginsassen, die an rot geschalteten Ampeln warten oder an Reisende in Busbahnhöfen, verkaufen.

Häufig kann man in Entwicklungsländern Eltern, selbst oft bildungsfern, gar nicht oder nur gering alphabetisiert und schwach im Rechnen, den Wunsch äußern hören, dass ihre Kinder es einmal besser haben sollen als sie selbst. Wenn die Mittel der Familie zum Überleben aber knapp sind, treten Schule und Bildung jedoch in den Hintergrund, obwohl Schulbesuch weithin als Schlüssel zu Wohlstand und Entwicklung angesehen werden.

Durch die Vermittlung von Patenschaften für Kinder aus dem „Wilhelm Educational Complex“ in Ghana und dem „Medical & Relief Centre“ in Südindien versucht der Kranenburger Freundeskreis Kinderarbeit zu verhindern und regelmäßigen Schulbesuch zu sichern. Viele Kinder in Indien und Ghana haben Paten vom nördlichen Niederrhein und darüber hinaus gefunden und werden durch regelmäßige Zahlungen für Schulgeld, für eine warme Mahlzeit täglich und anderes unterstützt. Über die Höhe der Zahlung können individuelle Vereinbarungen mit dem Kranenburger Freundeskreis getroffen werden. Verwaltungskosten fallen nicht an.