Stein

In Mahabalipuram in Südindien, im Bundesstatt Tamil Nadu, wird der Besucher tagsüber und bis in die Nacht hinein von ununterbrochenem Hämmern und Klopfen empfangen und begleitet. Ganz nahe an einem breiten Sandstrand am Golf von Bengalen, rund 60 Kilometer südlich von der 7-Millionenstadt Chennai (früher Madras) entfernt, liegt die kleine Ortschaft, in der Hammer und Meißel schon lange bedeutende Gegenstände des täglichen Lebens sind. Schon seit 1.400 Jahren sichern diese Werkzeuge den Einwohnern von Mahabalipuram ihren Lebensunterhalt. Auf eine lange Tradition in der kunstvollen Bearbeitung von hartem und weichem Stein blicken die Menschen hier zurück, und noch heute arbeiten sie mit großem handwerklichem Geschick aus Naturstein Figuren der indischen Mythologie und der Götterwelt des Hinduismus heraus.

Die Menschen von Mahabalipuram blieben von den Folgen des verheerenden Tsunamie im Jahre 2004 nicht unberührt. Die Flutwelle zerstörte Gebäude und andere Sachgegenstände und forderte sogar Menschenleben. Dem Kranenburger Freundeskreis flossen damals hohe Spendenbeträge zu, und mit diesem Geld sahen sich die Mitglieder in der Lage, zusammen mit den indischen Ärzten aus dem Medical & Relief Centre in Shadnagar Hilfe zu leisten. Aus den Spendenmitteln wurden u.a. Boote, Netze, Außenbordmotoren, Nahrungsmittel und Kleidung erworben und den Fischern in Mahabalipuram und aus den umliegenden Dörfern übergeben.

Auch die Steinmetzen, die von der Flutkatastrophe berührt waren, erhielten Hilfe aus den Mitteln des Kranenburger Freundeskreises. Daraus entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen zu einzelnen Steinmetzen, von denen regelmäßig Steinmetzenarbeiten erworben werden, die dann auf heimischen Märkten zu Gunsten des Südindienprojektes verkauft werden.