Perlen

Grundstoffe für die Perlenherstellung sind in Ghana oft Flaschen, Fensterscheiben und andere ausrangierte Glasgegenstände. Diese werden recycelt, indem alles zu kleinen Scherben verarbeitet wird, und manches sogar in einem Mörser zu Glasstaub. Auf das zerkleinerte Glas wartet die Glut eines Ofens, die ihm eine neue Form geben wird.

Der Schmelzvorgang dauert etwa 45 Minuten. Danach wird das flüssige Glas mit einem spitzen Gegenstand vom Boden der Form gelöst. Um so später eine Öffnung zum Aufziehen der Perlen zu einem Schmuckstück – zu Ketten und Armbändern – zu haben, wird in die heiße Flüssigkeit ein dünner Zweig der Cassava-Pflanze (Maniok) gesteckt.

In großen Körben warten die Perlen nun darauf, poliert und aufgezogen zu werden. Manche werden sogar bemalt und in einem kleinen Verkaufsraum der Produzenten oder in Koforidua auf einem Perlenmarkt, der immer donnerstags stattfindet, verkauft.

Ein nicht unerheblicher Teil des farbenfrohen Sortiments geht regelmäßig an den Kranenburger Freundeskreis, der den Schmuck an seinen Ständen zu Gunsten des Wilhelm Educational Complexes verkauft.